Die Bekämpfung des Dopings zum Zweck der Leistungsmanipulation ist für den Deutschen Leichtathletik-Verband oberstes Gebot. Weil nur eine drogen-, betrugs- und manipulationsfreie Leichtathletik Kindern und Jugendlichen vermittelt und ihnen gegenüber verantwortet werden kann, investiert der DLV erhebliche finanzielle und personelle Mittel in Aufklärung und Information. Naturgemäß ist die Aufmerksamkeit auf den leichtathletischen Nachwuchs gerichtet; sie gilt aber auch für allen Alters- und Leistungsklassen, die ungefährdet und fair trainieren und sich in Wettkämpfen messen.
Prävention ist ein wesentliches Element des Anti-Doping-Kampfes. Aus- und Fortbildung sowie die Vermittlung von Informationen rund um das Thema Anti-Doping spielen sowohl bei der Athleten- und Trainerausbildung als auch bei der Arbeit an der Basis eine große Rolle. Ungeachtet dessen wird eine ständige Weiterentwicklung nicht außer Acht gelassen und eine Intensivierung auf dem Gebiet der Präventionsarbeit angestrebt.
Das von der Deutschen Leichtathletik-Jugend initiierte
Dopingpräventionsprojekt, dessen Ausbildungsprogramm in Kooperation mit der Nationalen Anti Doping Agentur – NADA zusammengestellt wurde, begann im Frühjahr 2012 mit der Ausbildung von Jugendbotschaftern, die als Referenten auf DLV- und Landesverbandsebene eingesetzt werden. Mittelfristig wird ein DLV-Gesamtkonzept Dopingprävention angestrebt.
Weiterhin sind die DLV-Landesverbände durch die Berufung von Anti-Doping-Beauftragten, die die Präventions- und Ausbildungsarbeit des DLV in den Landesverbänden mit all ihren Vereinen fortführen, eingebunden. Für den Erfahrungsaustausch der Anti-Doping-Beauftragten untereinander bietet der DLV Informationen und Plattform. Mittels Multiplikatorenwirkung möchte der DLV möglichst viele Athleten erreichen - auch diejenigen, die nicht an der Bundes- oder Weltspitze zu finden sind. Gerade im Freizeit- und Breitensport ist die Aufklärung sehr wichtig, um nicht nur die Fairness des Wettkampfes zu wahren, sondern vor allem vor gesundheitlichen Schäden durch Doping und Medikamentenmissbrauch zu schützen.
Die Präventionsarbeit ist intensiv und umfasst Workshops, Anti-Doping-Infopoints bei nationalen Veranstaltungen, Vorträge und Publikationen für Athletinnen und Athleten, Trainer, Eltern und Veranstalter. Diese Maßnahmen umfassen u. a. Themen wie „Definition des Dopings“, die „WADA-Verbotsliste“, „Medizinische Ausnahmegenehmigung – TUE“, „Ablauf einer Dopingkontrolle“, „Nahrungsergänzungsmittel“ und vieles mehr und sind in ihrer Darstellung dem Alter des jeweiligen Publikums angepasst.
Die „True Athletes“-Kampagne und der monatliche Anti-Doping-Newsletter ergänzen die Informations- und Präventionsarbeit des DLV.
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Jugend-Projekt Doping-Prävention