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18.07.2007 | Aktuell | Peter Grau

DM-Duell hinter Favoritin Betty Heidler

Betty Heidler (LG Eintracht Frankfurt) ist für die Hammerwurf-Entscheidung am Wochenende (21./22. Juli) bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt die eindeutige Favoritin. Das ergibt sich aus dem bisherigen Saisonverlauf, wo sie reihenweise Weiten im Bereich von 73 Meter bis fast 76 Meter ablieferte.

Betty Heidler ist auf Gold programmiert (Foto: Krebs)

"Auch aus der Art, wie sie sich dabei präsentierte", schätzt der verantwortliche DLV-Disziplintrainer für die Hammerwerferinnen, Michael Deyhle, seinen persönlichen Schützling hoch ein. Unter normalen Umständen müsste sie Deutsche Meisterin werden. Interessant wird der Kampf um die Plätze zwei und drei. Kathrin Klaas (LG Eintracht Frankfurt), Susanne Keil (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Andrea Bunjes (LG Eintracht Frankfurt) werden nach Ansicht des Coachs darum kämpfen, und der Ausgang sei völlig offen.

Aus diesem Trio ist Kathrin Klaas vermeintlich leicht favorisiert, immerhin hat sie bereits 73,45 Meter auf der Habenseite. "Allerdings hat sie manchmal Probleme, in den Wettkampf hineinzukommen", bemerkt Michael Deyhle. "Entweder wird es für sie ein Selbstläufer oder aber eine schwierige Geburt."

Trio bereits herausgebildet

Die Nominierung für die Weltmeisterschaften in Osaka (Japan; 25. August bis 2. September) sollte dem Trainer keine schlaflosen Nächte bereiten. Schon vor der DM in Erfurt hat sich mit Betty Heidler, Kathrin Klaas und Susanne Keil ein Trio herausgebildet, das allererste Chancen hat, nominiert zu werden.

Alle drei haben zwei- oder mehrmals die WM-Norm von 69,50 Metern übertroffen. Die einzige, die in diese Phalanx noch hineinstoßen könnte, ist Andrea Bunjes. Sie hat einmal regulär die Norm geworfen. Während Betty Heidler und Kathrin Klaas ziemlich ruhig nach Erfurt reisen können, ist das für Susanne Keil nicht ganz so einfach. "Nehmen wir an, dass Andrea Bunjes wirklich weit wirft und Susanne Keil schlägt, dann wird es zwischen beiden in Leverkusen vielleicht noch einen Entscheidungswettkampf geben. Wirft Susanne Keil weiter als Andrea Bunjes, sollte sie fahren", erklärt Michael Deyhle.

"Alle super fit"

Mit der körperlichen Verfassung seiner Spitzenathletinnen, von denen er mit Betty Heidler, Kathrin Klaas und Andrea Bunjes drei in Frankfurt selbst trainiert, während Susanne Keil von Helge Zöllkau betreut wird, ist er zufrieden. "Sie sind alle super fit, und damit spricht nichts dagegen, dass die Athletinnen weit werfen können. Alles andere wird der Kopf regeln."

Der Kopf spielt auch eine große Rolle, wenn es dann für drei deutsche Hammerwerferinnen zu den Weltmeisterschaften geht. "Die Russin Tatyana Lysenko ist im Moment klar die Nummer eins auf der Welt, alle anderen Athletinnen sind von uns zu schlagen bzw. wurden schon geschlagen", analysiert der DLV-Trainer die gegenwärtige Situation im Weltmaßstab. "Von daher sind die Plätze zwei bis vier vakant. Dort wollen wir uns einreihen, und das ist dann vor allem eine Frage der Tagesform."

Auf die Tagesform wird es auch im Finale der Deutschen Meisterschaft am Sonntag im Erfurter Steigerwaldstadion ankommen, wenn es im unmittelbaren Zweikampf Susanne Keil kontra Andrea Bunjes um eine Medaille, vor allem aber auch um ein WM-Ticket geht.